Stotter-Therapie

Stottern – Was ist das?


Stottern ist eine Störung des Redeflusses, die durch Symptome wie Laut-, Silben- oder Wortwiederholungen („ Ich Ich Ich heiße…“), Dehnungen („Mein Naaaame ist…“) oder Blockierungen (M-ax) gekennzeichnet ist.


Als Reaktion auf diese hörbaren Symptome können zusätzlich Begleitsymptome (z.B. Erröten, Schwitzen, Vermeidung des Blickkontaktes oder Vermeiden bestimmter Wörter) auftreten.

Stottern hat für viele Betroffene zudem psychische Folgen. Scham, Sprechangst, Ausgrenzung oder ein geringeres Selbstwertgefühl führen häufig zur Einschränkung der sozialen Teilhabe.

Viele Kinder erleben eine Phase des Stotterns. Diese tritt meist erstmals zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr auf. Bei ca. 75% der Kinder verliert sich das Stottern innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst. Ab dem 20. Lebensjahr ist mit einer völligen „Heilung“ nicht mehr zu rechnen. Eine Besserung der Symptomatik ist dennoch möglich.

Unsere Logopädinnen in Meßstetten beraten Sie hierzu gerne.



Wann ist eine logopädische Therapie notwendig?

Wenn:

  • Leidensdruck besteht
  • Im Kindesalter zusätzlich Sprach- oder Artikulationsauffälligkeiten vorliegen
  • Risikofaktoren für eine Chronifizierung des Stotterns bestehen (z.B. familiäre Disposition, Zunahme des Schweregrades, ungünstiger Einfluss des Stotterns auf die soziale Teilhabe)
  • Sie oder das Umfeld der stotternden Person besorgt sind

 

Therapiemöglichkeiten

In unserer Praxis behandeln wir sowohl Kinder als auch Erwachsene, die stottern.

Der Therapieansatz wird an die Bedürfnisse des Patienten und dessen Schweregrad des Stotterns angepasst. Vor allem in der Erwachsenentherapie erstellen unsere Logopädinnen gemeinsam mit dem Patienten einen individuellen Therapieplan.

Es wird zwischen zwei Ansätzen unterschieden:

  • Fluency Shaping
    Hierbei wird als Ziel das flüssige Sprechen und die möglichst vollständige Reduktion des Stotterns angesehen. Bereits bestehende flüssige Sprechanteile werden erweitert, indem bestimmte Sprechweisen angebahnt und angewendet werden.

  • Direkter Ansatz („Nicht-Vermeidungs-Ansatz“)
    Ziel ist die Erweiterung der flüssigen Sprechanteile sowie die Modifizierung eines spannungsvollen Stotterns hin zu einem lockeren Stottern. Die Betroffenen lernen beispielsweise, wie sie sich aus spannungsvollen Blockaden befreien und mit weniger Anstrengung  weitersprechen können. Außerdem liegt der Schwerpunkt darauf, sich trotz des Stotterns nicht vom Sprechen abhalten zu lassen und die Angst davor abzubauen.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine Mail!

Wir freuen uns auf Sie!

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